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letzter Beitrag von Belarus am

[Info] Grundlagen für Webseiten-Betreiber

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    Dieser Beitrag enthält z.T. obzöne Ausdrucksweisen und Vergleiche. Diese richten sich jedoch nicht an den lesenden Benutzer oder Gast persönlich, sondern stellen lediglich Beispiele auf Humorvolle Art und Weise dar!


    Hallo zusammen,


    nachdem ich mir hier einmal von dem ein oder anderen die Webseite betrachtet habe, könnte man Wortwörtlich bei so manchen das blanke Grauen bzw. kalte kotzen bekommen. Dies u.a. Aufgrund ewig langer Ladezeiten, unzumutbarer unsicheren Verbindung mangels fehlender oder abgelaufener Sicherheitszertifikate (TLS, ehemals SSL), inkorrekte oder gar fehlende Angaben im Impressum, Seiten die sich seit eh und je im Wartungsmodus befinden, Landingpages mit unrechtlichen Warnungen zu einer Strafanzeige insofern die Seite betreten wird, einer grottigen Schreibweise oder von ein auf dem anderen gefolgten Rechtsschreibfehler, Designs bei welchen man erblinden könnte oder gar eine bis oben hin und mit scheinbar unendlich vielen Plugins zugepumpte Präsenz welche einen Irrgarten gleicht. All dies mag hart klingen, ist aber leider eine nackte Tatsache! Entsprechend dessen sollte sich der ein oder andere mal ausgiebige Gedanken über nachfolgende Punkte machen und dies u.U. auf seiner Präsenz überprüfen, vergleichen und letztlich aus- bzw. verbessern.


    Betrachte die eigene Web-Präsenz niemals nur aus eigenen Augen, sondern aus den des Besuchers, denn nur von diesen lebt Deine Seite!!!

    Lange Ladezeiten

    Gleichermaßen ob die eigene Seite mobil oder auf dem Desktop aufgerufen wird, sollten lange Ladezeiten stets vermieden werden. Besonders in der heutigen Zeit des schnelleren Internets, sollten Webseiten auch entsprechend schnell geladen werden (können). Aus der Sicht des Besuchers würde eine lange Ladezeit von mehreren Sekunden, Minuten bis hin zum Server-Timeout ihn nur verärgern und letztlich würde er es sich überlegen Deine Seite noch einmal zu besuchen. Der Enderfolg wäre, dass dieser potenzielle Besucher, der sich bei kürzerer Ladezeit ggfls. auch auf Deiner Seite registriert hätte nun aber ausbleiben würde. Da Deine Seite jedoch nur von Besuchern und Mitgliedern lebt und auch nur leben kann, sollte einem ganz getreu "Der Gast/Kunde ist König" auch ein jeder Besucher wichtig sein! Um die eigene Ladezeit zu ermitteln gibt es verschiedene Speed-Tests wie u.a. Google: PageSpeed Insights, mit welcher sich zugleich die mobile und Desktop-Ladezeit ermitteln lassen kann. Nach abgeschlossenen Test werden einen wichtige Informationen bereit gestellt, wie die Ladezeit optimiert werden kann.

    Sicherheitszertifikate

    Kaum zu glauben aber leider wahr ist, dass es immer noch viele Webseiten gibt welche ein ungültiges oder gar kein Sicherheitszertifikat (TLS, ehemals SSL) nutzen. Da die Sicherheit einer Webseite seitens des Betreibers jedoch stets eine hohe Priorität genießen sollte und zudem die meisten Hoster ohnehin Ihre Hostingpakete nur noch mit Sicherheitszertifikate vermarkten, sollte entsprechend entweder über ein Wechsel des Hosting-Anbieters nachgedacht werden oder aber ein Sicherheitszertifikat zu dem eigenen Hostingpaket hinzugebucht werden. Besonders wichtig, da viele Browser wie u.a. Chrome den Besuchern bei unsicherer Verbindungen schon seit 2013 mehr und mehr darauf hinweisen und seit 2018 die Verbindung zu unsicheren Seiten nicht mehr zulassen. Enderfolg ist auch hier, dass das damit ein potenzieller Besucher ausbleiben wird. Um zu überprüfen ob Deine Seite über oder gar ein gültiges Sicherheitszertifikat verfügt, kann u.a. Google: Transparenzbericht genutzt werden.

    Impressum

    Jeder Betreiber einer Webseite welcher in Deutschland lebt und auch jeder Betreiber der aus dem Ausland eine .de-Domain betreibt unterliegt dabei den Telemediengesetz (§ 5 TMG). Dies bedeutet, dass jeder Betreiber dazu Gesetzlich verpflichtet ist eine Ladungsfähige Anschrift im Impressum anzugeben. Lediglich ausgeschlossen davon sind ausschließlich privat genutzte Seiten welche nicht der Impressumspflicht unterliegen. Der § 55 Rundfunkstaatsvertrag spricht dabei von "ausschließlich persönlichen oder familiären Zwecken". Wird auf einer solchen privaten oder familiären Webseite jedoch Werbung geschaltet, mit welcher es zu Geldeinnahmen kommt, so unterliegen auch die rein privaten und familiären Webseiten einer Impressumspflicht! Diejenigen die nun denken, dass ein im Ausland gemieteter Server oder eine Ausländische Domain von der Impressumspflicht befreit, der irrt! Ebenso sind sogenannte "Virtual Offices" mit welchen diverse Anbieter eine Anschrift für das Impressum anbieten nicht Rechtskonform ist. Denn die Funktion eines Virtual Offices besteht lediglich darin die Post elektronisch weiterzuleiten, so dass dieses einen Postfach gleich gestellt wird, welches jedoch nicht das Erfordernis einer Ladungsfähigen Anschrift nach kommt (OLG München, Urteil vom 19.10.2017, Az. 29 U 8/17 ). Für diejenigen die im Ausland leben und eine .de-Domain betreiben, kommt es zudem auch auf eine Rechtskonforme Schreibweise des Impressums an, welches wie folgt aussehen sollte:


    Impressum

    Zu beachten ist hier die Groß-/Kleinschreibung!


    In DeutschlandIm Ausland mit .de-Domain
    Firma Mustermann
    Max Mustermann
    Musterstrasse 123
    12345 Musterstadt


    Mustermann@mail.tld
    Firma Mustermann
    Max Mustermann
    Musterstrasse 123
    1235 MUSTERSTADT
    MUSTERLAND

    Mustmann@mail.tld


    Dies ist nur ein Beispiel! Die Rechtskonforme Impressumspflicht obliegt jedoch an mehreren Faktoren wie private oder geschäftliche Webseite, Niederlassung im In- oder Ausland, etc., so das ggfls. noch weitere Angaben erforderlich sind. Diesbezüglich sind abhängig von der Webseite noch entsprechende Informationen zu den jeweilig Gesetzlichen Verpflichtungen einzuholen und an den Angaben im Impressum anzugeben!

    Wartungsmodus

    Ein Wartungsmodus dient, wie der Name selbst schon erahnen lässt, der Wartung der eigenen Seite. Entsprechend dessen sollte dieser auch nur zu Update- / Upgradeprozessen oder aber Anpassungen am Quellcode genutzt werden. Der Wartungsmodus dient jedoch nicht für den Ausschluss von Besuchern bei rein privaten Webseiten. Dafür stehen in der WCS andere Bordmittel wie die Benutzergruppenrechte und die Registrierungsoptionen zur Verfügung. Zwar kann der Wartungsmodus für den Entwicklungsbereich (z.B. MEINE-SEITE.tld/development/ ) den Besucher darauf hingewiesen werden, dass es sich bei der aufgerufenen Seite um einen reinen Testbereich handelt, doch kann eines gleichen auch mit einer Deaktivierung der Registrierung, den verringerten Rechten der Benutzergruppe Gäste und einen Informationstext erreicht werden. Entsprechend dessen sollte der Wartungsmodus auch nur für den dazu vorgesehenen Zweck und nicht Zweckentfremdet genutzt werden. Oder hast Du schon einmal versuchst aus einer Tomate eine Gurke zu machen?

    Landingpages

    So ein mancher versteckt seine Webseite hinter einer Landingpage um damit unerwünschte Gäste vom eigentlichen Content fern zu halten. Wie bereits schon oft gesehen wird auf solchen Landingpages mit einen Text wie: "Versuche die Seite illegal zu betreten werden geloggt und zur Anzeige gebracht" gewarnt. Fakt ist hierbei jedoch, dass das aufrufen der Seite selbst nicht Strafbar ist und das selbst dann, wenn wie in diesem Beispiel, davor gewarnt würde. Nehmen wir dazu als Beispiel: MEINE-SEITE.tld als Landingpage und MEINE-SEITE.tld/forum als Hauptseite. Rufen wir nun die Landingpage auf bekommen wir die Warnung zu lesen. Anders sieht es jedoch aus, wenn wir über eine Suchmaschine, welche die MEINE-SEITE.tld indexiert hat, einen direkten Link zu MEINE-SEITE.tld/forum als Ergebnis angezeigt bekommen und wir diesen folgen. Erfolg ist, dass der Besucher die Warnung gar nicht lesen konnte. Doch selbst wenn der Besucher nur die MEINE-SEITE.tld aufruft und das /forum dahinter errät und somit die Seite betritt, ist dieses dennoch nicht Rechtswidrig! Rechtswidrig wäre es nur, wenn der Besucher sich unrechtmäßig Zutritt zur Seite erschaffen würde (z.B. mittels auslesen oder gestohlenen Benutzerdaten, etc.). Wer seine Seite also vor unbefugten Zutritten schützen möchte, der findet dazu im ACP unter Benutzergruppen und den allgemeinen Einstellungen ausreichende Funktionen und Einstellungen um den Content vor unbefugten oder unerwünschten Gästen zu schützen.

    Schreibweise und Rechtschreibfehler

    Bei manchen Webseiten könnte man meinen, dass diese mehr Rechtsschreibfehler als Content enthalten oder aber eine Schreibweise beinhalten die ein jenen Besucher direkt dazu veranlassen die Seite zu verlassen. Fehlerteufel, so wie wir sie kennen, sind natürlich Gang und gebe und kommen selbst bei den besten Redaktionen vor, so dass sich hier auch keiner davon frei sprechen kann (ich persönlich auch nicht). Was jedoch bei so manch einen zu lesen ist, wäre besser zu verlesen bzw. besser erst gar nicht lesen zu müssen. Sätze ohne Punkt und Komma, Ansprache in Sie und Du, Groß und Kleinschrift wird vergessen und vieles mehr, lassen einen den Anschein geben, dass viele auf die Schreibweise und Rechtschreibung ein Häufchen setzen. Doch genau das macht den ersten Eindruck aus und viele Gäste, würden unter dem leiden von Augenkrebs die Seite schneller verlassen als diese gekommen sind. Versetzen wir uns mit einen Beispiel einmal in die Lage der Gäste und Benutzer und stellen uns vor, dass die Texte in diesem Beitrag alle ohne Punkt und Komma, ohne Rücksicht auf Groß- und Kleinschrift, etc. geschrieben würden. Es wäre absolut unlesbar und des gleichen gilt natürlich auch für Deine Webseite! Der Benutzer oder Gast will lediglich den Content lesen, jedoch keine Zeit damit verschwenden, Katastrophale Texte wie ein Puzzle zusammen zu setzen oder sich des gleichen erraten zu müssen. Erfolg wäre auch hier, dass ein potenzieller Benutzer oder Gast das weite suchen würde. Entsprechend dem sollte auf eine korrekte Schreibweise und die Rechtschreibung geachtet werden! Oda isst Dier das Bahnane waß du Grade gelehsen haßt?

    Design

    Viele nutzen fertige Designs von Style-Anbietern wie von hier (WBB-Support), CLS-Design, Powerstylez, SK-Designs, Lostis-World oder anderen Anbietern. An solchen Styles ist an sich auch nichts auszusetzen. Anders sieht es jedoch aus, wenn zwei linke Hände versuchen sich an einen solch fertigen Style zu wagen und abseits dessen das man aus Schei**e Gold auch machen kann, dann aus Gold eben Schei**e wird. Klingt hart, aber bei so manch einen Anblick fragt man sich allen ernstes warum überhaupt ein Style von Professionellen Style-Entwicklern erworben und benutzt wird, wenn dieser im nachhinein so verpfuscht wird, dass selbst ein voll gekotzter Eimer ansehlicher wirkt. Entsprechend dessen sollte sich ein jener vorab mit den Thema Farblehre, Farb-Schemen und den Farb-Paletten (Beispiel: Adobe: Farbrad , Paletton , Webmart) vertraut machen, bevor der eigene Pinsel geschwungen wird. Wer hingegen ein professionellen Stil anpassen möchte, der sollte sich die genutzten Farbcodes aus dem jeweiligen Quellcode oder in der Entwicklerkonsole des Browsers ansehen und für die weitere Bearbeitung auch die gleichen Farbkombinationen verwenden, um damit den Stil weiterhin gerecht zu werden. Kein blassen Schimmer was Farbkombinationen sind oder wie diese Beispielsweise genutzt werden? Dann findest Du unter Canva einige Beispiele dazu. Andererseits kann auch ein Graffiti-Sprayer Deiner Wahl konsultiert werden oder auf Teufel komm raus der o.g. Eimer direkt an die Wand des Stils geklatscht werden.

    Plugins

    Es gibt sie wie Sand am Meer: Plugins als Endanwendung, Plugins für Slider, Layouts, BB-Codes und mehr. Über den Sinn und Zweck einiger Plugins, gleichermaßen ob kostenpflichtig oder kostenlos, lässt sich allerdings streiten. Zwar sind einige Plugins sicherlich sehr nützlich, wo hingegen bei anderen Plugins das Nutzen in Frage gestellt werden kann. Dennoch gibt es offensichtlich viele Betreiber in wessen Gehirnmasse die Worte "Muss ich haben" schwirren und damit ein Plugins nach den anderen installieren. Ein Phänomen welches den Augenschein macht, dass bei so manch einen Betreiber die Installation eines Plugins einen Orgasmus gleich kommt. Anstatt sich als Betreiber, wie es eigentlich auch sein sollte, mit den Grundlagen von HTML, CSS und JS zu befassen, werden statt dessen auf Plugins zurück gegriffen die nicht den eigenen Kriterien / Wünschen entsprechen und so häufen sich die späteren Nachfragen wie: "Kann man das auch so machen?" , "Geht das auch anders?" oder "Kann man das auch umprogrammieren?". Bei solchen Fragen, fragt man sich allen ernstes ob sich überhaupt Gedanken darüber gemacht wurde, bevor der Button Installieren gedrückt wurde.

    Abseits dessen scheinen hier einige auch nicht zu wissen, dass manchmal weniger auch mehr ist. Schaut man sich nun einige Webseiten an, so beinhalten diese zig Endanwendungen und Plugins, welche Prozentual jedoch nur wenig genutzt werden. Anstatt jedoch klein anzufangen und die eigene Community oder Webseite Schritt für Schritt aufzubauen, wird diese von vorne herein so mit Endanwendungen und Plugins vollgestopft, dass dies einen Darmverschluss gleicht. Vergleicht man die Plugins mit Lego-Steinen, so würde so manch ein Betreiber wie ein kleines mit Lego-Steinen spielendes Kind versuchen alle Steine zu verbauen welche man ihm gibt. Fehlt es jedoch an der Anleitung, so lässt sich das gewünschte Objekt nicht so ohne weiteres konstruieren. Gleiches gilt auch bei den Plugins. Denn was bei den Lego-Steinen die Anleitung ist, sind bei den Plugins die Grundkenntnisse und ohne dessen lassen sich letztlich keine Plugins den eigenen Wünschen nach anpassen oder aber eigene erstellen.

    Boxen


    --- folgt in kürze ---



    To be continued ;)


    Gruss,

    Andreas

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